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Salmonellen-Studie

Salmonellosen sind bedeutsame Zoonosen

Als Salmonellose wird eine von Salmonellen verursachte Magen-Darm-Erkrankung bezeichnet die meist mit schwerem Durchfall und Übelkeit einhergeht. Bei Kindern, älteren oder immun­geschwächten Personen können auch schwere Verläufe mit Todesfällen vorkommen. Salmonellosen gehören zu den häufigsten meldepflichtigen Infektionskrankheiten. Ihre ökonomische Bedeutung liegt in den hohen Kosten, die durch Krankenstände und Hospitalisierung verursacht werden.

Salmonellenerkrankungen gehören zu den Zoonosen, darunter versteht man Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Bakterien der Gattung Salmonella sind bei vielen Tierarten verbreitet. Sie kommen nicht nur bei Nutztieren vor, sondern z.B. auch bei Wildvögeln, Reptilien und Nagetieren. Diese Tiere scheiden Salmonellen aus, zeigen selbst aber oft keinerlei Krankheitssymptome. Zur Bedeutung des Salmonellenvorkommens in der belebten und unbelebten Umwelt für menschliche Infektionen gibt es daher noch viele ungeklärte Fragen.

Ein Teil der Salmonellenerkrankungen wird durch den Verzehr von bestimmten Lebensmitteln, insbesondere tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch oder Eiern hervorgerufen. Salmonellen werden aber auch gelegentlich in anderen Lebensmitteln gefunden, z.B. Schokolade, Tomaten, Mandeln, Salat, Sprossen, usw. Nur bei einem geringen Teil der gemeldeten Salmonellosen gelingt es, eine wahrscheinliche Infektionsquelle auszumachen. Kommt es zu Gruppenerkrankungen ist es mitunter leichter, Gemeinsamkeiten zwischen den Fällen zu identifizieren und die Infektionsquelle einzugrenzen. Über 80% der gemeldeten Erkrankungen sind jedoch Einzelfälle, sogenannte sporadische Salmonellosen, bei denen kein Bezug zu anderen Fällen erkennbar ist und die Infektionsursache oft im Dunkeln bleibt.

Um mögliche Risikofaktoren für die in der Regel ungeklärten sporadischen Salmonelleninfektionen zu identifizieren, führte das Niedersächsische Landesgesundheitsamt in Zusammenarbeit mit ausgewählten niedersächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten eine Studie durch. Diese Fall-Kontroll-Studie zu sporadischen Salmonellosen bei Menschen in Niedersachsen (Phase1: 2008 bis 2010 und Phase2: 2012 bis 2014) ist Teil eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes zu lebensmittelbedingten Zoonosen mit der abgekürzten Bezeichnung FBI-Zoo (Lebensmittelbedingte zoonotische Infektionen beim Menschen, http://fbi-zoo.net).

Fall-Kontroll-Studie zu sporadischen Salmonellosen 2008-2010 (1.Phase)

Fall-Kontroll-Studie zu Risikofaktoren für Salmonellen-Infektionen 2012-2014 (2.Phase)

Projekt lebensmittelbedingte Zoonosen

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